Jugendfeuerwehr Baumholder 

 

50 Jahre Jugendfeuerwehr Baumholder

 

Am 27.05.06 feiert die Jugendfeuerwehr den 50. Jahrestag ihres Bestehens.

Seit nunmehr 50 Jahren ist die Feuerwehr Baumholder bemüht, durch die Bildung von Jugendgruppen ihren Nachwuchs für die aktive Wehr zu gewinnen, sie für diese Aufgabe zu begeistern und entsprechend den Anforderungen auszubilden.

Nach 50 Jahren kann man feststellen, dass dies bestens gelungen ist. Noch heute bezieht die Wehr ihren Nachwuchs überwiegend aus der bestehenden Jugendgruppe.

Zwar waren in den Kriegsjahren aus Mangel an Aktiven einige Jugendliche schon aktiv in der Wehr tätig und kamen unter anderem bei Luftangriffen auf die Städte Trier und Bad Kreuznach zum Einsatz. Aber zur Bildung einer Jugendgruppe kam es erstmals 1956.

Der damalige Wehrführer Willi Bier startete die Initiative und sehr schnell waren genügend Jugendliche bereit, in die Gruppe einzutreten. Mit der Ausbildung  und Betreuung wurde Willi Schneider betraut.

Als 1957 Willi Bier sein Amt aus Gesundheitsgründen abgeben mußte, wurde Willi Schneider zu seinem Nachfolger gewählt. Die Jugendgruppe übernahm nun Klaus Heidrich. Die Ausbildung fand zu dieser Zeit überwiegend am Hydrantenwagen statt, später kamen noch Motorspritze und Löschfahrzeug dazu. Das Gerätehaus und Übungsgelände war damals auf dem Jahnplatz. Die persönliche Ausrüstung der Jugend bestand aus den alten gelben Arbeitsjacken, einem rot- schwarzen Leinengurt, Schiffchen und üblichem Schutzhelm.

Mitte der 60er Jahre übernahm Brandmeister Hans Walter das Amt des Jugendwartes.

Seiner Initiative und seines Eifers war es zu Verdanken, daß die Jugendarbeit in der Wehr einen großen Aufschwung nahm. Er verstand es, die Jugendlichen durch viele Unternehmungen wie Zeltlager, Ausflüge, Radtouren aber auch bei der Ausbildung an den technischen Geräten zu begeistern.

Die persönliche Ausrüstung bestand zu dieser Zeit aus blauem Kombi, Mütze und Helm.

Als Nachwuchs für den bestehenden Spielmannszug wurde in dieser Zeit auch ein Jugendspielmannszug gegründet. Einige der Jugendgruppe wirkten auch hier mit. Davon sind heute noch in der Wehr die Kameraden Manfred Theobald und Eckhard Schneider aktiv tätig.

 

Wegen der erkannten Wichtigkeit fehlte es auch nicht an der nötigen privaten Unterstützung der Jugendgruppe.

Dr. Nagel stiftete der Jugend einen Wimpel, der heute noch bei allen Veranstaltungen mitgeführt wird.

Eifrige Helfer in dieser Zeit waren die Kameraden Hans Jost als Koch und Günter Bier und Fritz Reidenbach, um nur einige zu nennen.

In den 70er Jahren übernahmen Gerd Kemmer und Otto Schmidt die Jugendarbeit.

Mit der Verbesserung der Ausrüstung in der Wehr änderte und erweiterte sich auch die Ausbildung in der Jugendgruppe. Ausbildung in Erster Hilfe, Unfallhilfe und Funkausbildung waren nun an der Tagesordnung und im Ausbildungsplan. Die Jugendgruppe beteiligte sich auch an Wettbewerben.

Mit dem Eintritt in den Feuerwehrverband änderten sich die Wettbewerbe und mußten nach den Richtlinien und Vorgaben des Verbandes durchgeführt werden.

1977 wechselte die Wehrführung von Willi Schneider auf Horst Teumer.

Auch die persönliche Ausrüstung wurde nach der Vorgabe des Feuerwehrverbandes verbessert. Die Verbandsgemeinde unterstützte die einheitliche Ausrüstung der Jugendgruppen.

Ende der 70er Jahre wurde das Amt des Jugendwartes an Erhard Schug weitergegeben. Auch er verstand es, die Jugendlichen für diese Sache zu begeistern.

Als sich in den 80er Jahren weitere Jugendgruppen in der Verbandsgemeinde bildeten, wurde das Amt des Verbandsgemeinde-Jugendwartes geschaffen.  Dazu wurde Erhard Schug von dem damaligen Wehrleiter Reinhold Gutendorf bestellt. Seine Aufgabe war es nun, alle Gruppen in der Verbandsgemeine zu betreuen und die Ausbildung zu koordinieren.

Von nun an übernahmen die Kameraden Michael Gutendorf und Siegfried Schurwanz die Führung der Gruppe.

Neben der Ausbildung hatte die Jugendgruppe auch andere Aufgaben übernommen. Sie übernahm das Schmücken des Maibaums, die Überwachung des Maifeuers und beteiligte sich mit einem Stand am Weihnachtsmarkt.

Was gibt es sonst noch aus den 80er Jahren zu berichten?

Die Feuerwehr zog in das neue Gerätehaus unterhalb des Postgebäudes um und Rainer Lehmacher hatte Horst Teumer als Wehrführer abgelöst.

Ebenso begann in den 80er Jahren ein neues Zeitalter innerhalb der Wehr. Erstmals wurde ein Mädchen, Ute Rohrbacher, in die Jugendfeuerwehr aufgenommen. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden Mädchen in der Feuerwehr Baumholder von einigen Aktiven der damaligen Führungsgruppe strickt abgelehnt mit der Begründung „was da alles passieren kann“. Aufgrund des Drängens ihres Vaters, Feuerwehrmann Gerhard Rohrbacher, wurde sie aber dennoch aufgenommen.

Die Wehr schaffte weitere Fahrzeuge zur Unfall-, Ölbekämpfung- und Bekämpfung von chemischen Gefahren an, somit waren die Jugend und auch viele der älteren Kameraden gefordert, sich mit neuen Geräten zu befassen.

Neu in dieser Zeit war auch der neue Kreisjugendwart, Gustav Hauer aus Siesbach, der den bisherigen Kreisjugendwart, Klaus Faber aus Birkenfeld, in seinem Amt abgelöst hat.

Im Zeitraum der 90er Jahre musste der damalige Wehrführer Rainer Lehmacher sein Amt aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung stellen. Als neue Wehrführer wurde der bisherige Jugendwart Siegfried Schurwanz gewählt. Sein Stellvertreter wurde Eckhard Schneider. Andreas Welsch wurde neuer Jugendwart. Er führte wieder Zeltlager ein mit der eigenen Jugend, ebenso gab es außer der Abschlussübung der Verbandsgemeinde eine nur von der Jugend Baumholder. Für den Weihnachtsmarkt wurde ein eigener Essen- und Getränkestand von Andreas und seinen Helfern gebaut, der von der Jugend mit tatkräftiger Unterstützung durch die Aktiven betrieben wurde.

In der Führung der Jugend in der Verbandsgemeinde bahnte sich ein neuer Wechsel an. Der bisherige VG-Jugendwart Erhard Schug übergab sein Amt an Michael Dick aus Berschweiler.

Die Aufgaben in der Jugendarbeit wurden mit der Zeit immer vielfältiger und schwieriger, da der Feuerwehrverband das Eintrittsalter der Jugendlichen auf das
9. Lebensjahr zurückgestuft hatte.

Im Jahr 2003 gab Andreas Welsch sein Amt aus zeitlichen Gründen auf. Sein Nachfolger war und ist bis heute Volker Böll.

Er und seine Helfer in der Jugendarbeit haben bei angesetzten Übungen eine schwierige Aufgabe zu lösen. Zurzeit befinden sich viele junge Mitglieder in der Jugendfeuerwehr und es muss darauf geachtet werden, welcher Jugendliche mit welchem Körpergewicht welche Aufgabe übernehmen kann, ohne dass er Schaden nimmt und sich der Jugendwart verantworten muss. Es liegt mit Sicherheit auch daran, dass wasserführende Geräte, z.B. B und C Schläuche oder Strahlrohre immer noch genauso schwer sind wie vor 50 Jahren.

Wenn man nun über die mehr als 50 Jahre zurückblickt, stellt man fest, dass schon viele ehemalige Jugendfeuerwehrmänner zu den Alterskameraden zählen und auch einige leider schon allzu früh verstorben sind. Ihnen gilt an diesem Jubiläum ein ganz besonderes Gedenken.

Auch steht fest, dass in allen Bereichen in der Feuerwehr Baumholder ehemalige Jugendfeuerwehrangehörige stark präsent sind. Das ist doch ein gutes Ergebnis all der Jahre.

Zum Abschluss nimmt die Jugendwehr zum Anlass, den Bürgermeistern, den Kreisfeuerwehrinspektoren, den Kreisjugendwarten, den Wehrleitern, den Wehrführern und den vielen Helfern bei der Jugendarbeit innerhalb der Feuerwehr in den letzten 50 Jahren und bis heute zu danken.

Auf feste Daten, was von genau bis wann gewesen ist, wurde verzichtet, da nur das Ergebnis über die Ereignisse bis zum heutigen Tage zählt.

 

 

zusammengestellt von VG-Jugendwart a.D. Erhard Schug und KFI a.D. Willi Schneider

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